Die Freien Wähler haben in Bad Boll einen Bürgerdialog für den Wahlkreis Heiningen abgehalten.

https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/lk-goeppingen/warmlaufen-fuer-die-kommunalwahlen-28029548.html

Kreis- und Regionalthemen wurden diskutiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Zum ÖPNV: Wie steht’s mit der vollen Mitgliedschaft des Kreises im Verkehrsverbund Stuttgart? erkundigte sich Robert Lay, aktiv in der Seniorenarbeit. Die Senioren würden das sehr begrüßen. Da gebe es noch viele Unklarheiten, erfuhr er vom Fraktionschef der Freien Wähler im Kreistag, Werner Stöckle. „Auch bei den Kreisräten.“ Das Nahverkehrskonzept kommt – aber was ist mit der Boller Bahn? fragte Michael Dreher. Die Landkreise hätten eine Grobanalyse in Auftrag geben, sagt Stöckle. Auf dieser Basis sei eine gewisse Einschätzung von Kosten und Nutzen möglich.

Neue Baugebiete sind ein strittiges Thema in vielen Gemeinden. Wie stehen die Freien Wähler dazu? Der Albershäuser Bürgermeister und Kreisrat Jochen Bidlingmaier: „Allein in den Innenbereichen wird man die Wohnungsnot nicht ausreichend lösen können.“ Andererseits war man sich einig, dass der Flächenverbrauch reduziert werden müsse.

Bei der Mobilität der Zukunft könne man nicht nur auf eine Technik setzen, meint Regional- und Kreisrat Reiner Ruf. Über Elektroautos wurde gesprochen, insbesondere im Nahbereich und in den Innenstädten. Irgendwann müsse man damit beginnen, sagt einer, dessen Familie damit gute Erfahrung gemacht habe. Aber auch Skepsis wurde geäußert.

Was kann die kommunale Politik für die Wirtschaft tun? Darüber sprach Wolfgang Rapp, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag, beim ersten Wirtschaftsstammtisch der CDU Heiningen-Eschenbach-Schlat. „Wir wollten informieren und gleichzeitig Anregungen der Bürger aufnehmen“, berichtet der neue Ortsverbandsvorsitzende Jan Sakschewski in einer Pressemitteilung. Dies habe sehr gut funktioniert.

Der „Wirtschaftsstammtisch“ soll weitergeführt werden. Beispielsweise solle es um Bauflächen für Unternehmen gehen, ebenso um Wohnungsbau. Man brauche gute ÖPNV-Verbindungen Richtung Göppingen und im Voralbgebiet. „Nur so können Berufstätige auch in unsere Ortschaften gelangen“, sagt die CDU. Die Digitalisierung erfordere weitere Maßnahmen, unter anderem zum Breitbandausbau in Gewerbegebieten.

Für den Fraktions- und Gemeindeverbandvorsitzenden der CDU in Bad Boll, Rainer Staib, muss sowohl die Nahversorgung als auch die Wohn- und Gewerbeentwicklung „mit ganz oben auf der Agenda stehen“. In einer Pressemitteilung zur Kommunalwahl heißt es: Beim Baugebiet Bühl dürfe es nicht bleiben. Eine moderate Wohnraumentwicklung sei für Bad Boll wichtig, um ein Kleinzentrum mit den gewohnten Serviceleistungen zu bleiben. Zu dieser Attraktivität gehöre eine bessere Anbindung an die Mittelzentren mit dem ÖPNV genauso wie die ärztliche Versorgung im Voralbgebiet. Bei der ärztlichen Versorgung sieht der CDU-Verband auch die Kassenärztliche Vereinigung in der Pflicht.

« Bericht in der Presse zu unserem 1. Wirtschaftsstammtisch Guido Wolf, Minister der Justiz und für Europa, kommt am 5. November nach Eschenbach »